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Information und Aufklärung im Rahmen der betrieblichen Suchtprävention


Information und Aufklärung über den Gebrauch und die Wirkung von Suchtmitteln und über gesundheitliche wie soziale Folgen des riskanten bis abhängigen Konsums und/oder vonsuchtbedingten Verhaltensweisen sollte ein kontinuierlicher Bestandteil des betrieblichen Suchtpräventionsprogramms sein.

Belange und Interessen der Beschäftigten sollten als konkrete Anknüpfungspunkte für Information und Aufklärung genutzt werden; dafür lassen sich viele betriebliche Anlässe (z.B. Einweisung in die Arbeitssicherheit, Betriebsversammlungen, Gesundheitstage) nutzen.

Als Ziel sollte die Vermeidung bzw. Reduzierung gesundheitsriskanten Verhaltens und die Stärkung der Gesundheitskompetenz sowie die Enttabuisierung des Themas Suchtprobleme in der Arbeitswelt im Vordergrund stehen.

Aufklärung der Beschäftigten, insbesondere von Führungskräften über ihre rechtlichen Pflichten in Verbindung mit Arbeitssicherheit (DGUV Vorschrift 1 §7 und §15).

Bei Bedarf sollte es ergänzende Angebote für ausgewählte Zielgruppen (z.B. Auszubildende, Frauen, Männer, bestimmte Nationalitäten, bestimmte Berufsgruppen) geben.

Die Informationen sollten so aufbereitet sein, dass sie möglichst kurze, übersichtliche, strukturierte Informationen bieten („Alles auf einen Blick“).

Für die präventive Arbeit sollten Materialien aus zuverlässigen, professionellen Quellen genutzt werden, in erster Linie von BZgA, DHS, Landesstellen für Suchtfragen, Krankenkassen und Berufsgenossenschaften. Auf die Aktualität der fachlichen und rechtlichen Standards der Konzepte und Materialien sollte in jedem Fall geachtet werden.

Informationen und Aufklärungsmaßnahmen sollten aktuelle Erkenntnisse transportieren. Datenangaben sind - z.B. mit Hilfe des aktuellen Jahrbuchs Sucht der DHS - immer wieder zu überprüfen und zu aktualisieren.

Vorbeugende Aktivitäten sollten im Rahmen des Gesundheitsmanagements abgestimmt werden, vor allem mit Angeboten des Arbeitsschutzes, der Gesundheitsförderung und der Personalentwicklung.

Quelle: Wienemann, Elisabeth; Schumann, Günter (2011): Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Ein Leitfaden für die Praxis. S.17