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Qualitätssicherung und Weiterentwicklung

Zu den Aufgaben des Steuerungsgremiums gehört, dass das Betriebliche Suchtprogramm kontinuierlich und regelmäßig überprüft, dokumentiert und verbessert wird. Die Qualitätssicherung und Evaluation von Programm und Maßnahmen erhöht die Akzeptanz unter den Beschäftigten. Auch hinsichtlich der Mittelbereitstellung durch die Unternehmensleitung wird Akzeptanz erhöht.

 



 

Qualitätssicherung und Evaluation

Zur Qualitätssicherung gehört zunächst die Festlegung von Kriterien und Indikatoren, die unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen im Unternehmen für Qualität stehen. Für die Erfassung und Überprüfung dieser Kriterien und Indikatoren müssen in einem zweiten Schritt passende Instrumente ausgewählt oder erstellt werden.

Die Erkenntnisse, die durch eine solche Selbstevaluation gewonnen werden, dienen im Unternehmen neben der Überprüfung der eigenen Tätigkeit und deren Auswirkung auch der Legitimation des Suchtprogramms. Die Evaluationsergebnisse können bei der Begründung für die Mittelaufwendung für das Betriebliche Suchtprogramm zu Rate gezogen werden. Sie schaffen Transparenz hinsichtlich der Verwendung eingesetzter Mittel.

Die Ergebnisse einer Überprüfung gehen auch in die Weiterentwicklung des Programms ein. Die regelmäßige Durchführung einer Evaluation z.B. in halbjährlichen oder jährlichen Zyklen führt zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Betrieblichen Suchtprogramms.
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Berichte

Die Dokumentation des Vorgehens und der Ergebnisse erhöht die Transparenz in der Qualitätssicherung und dient als Arbeitsgrundlage in der Weiterentwicklung des Programms. Ziel der Dokumentation ist auch, dem Steuerungsgremium und der Unternehmensleitung darzulegen, welche strukturellen Anforderungen erfüllt sein müssen, um in der Prävention, Beratung und Hilfe dem fachlichen und professionellen Standards zu entsprechen.

Es sollten einige Punkte bei der Berichtlegung unbedingt beachtet werden, z.B. dass in der Dokumentation von Beratungstätigkeiten die Anonymität aus Gründen des Datenschutzes und des Persönlichkeitsschutzes gewährleistet werden muss.

Wird der „Output“ der Beratungsarbeit (Anzahl von Beratungsfällen, Erfolgsquote) dokumentiert, ist zu berücksichtigen, dass es sich nicht zwangsläufig um einen Indikator für die Qualität der Beratung handelt.

Dienstleistungen und methodisches Vorgehen, Tätigkeiten und der Zeitaufwand variieren im Arbeitsfeld betrieblicher Suchtprävention und –hilfe stark. Eine entsprechende Darstellung des unterschiedlichen Ressourceneinsatzes sollte in die Dokumentation eingehen, das gilt auch für die Inanspruchnahme externer Dienstleistungen.

 

Weiterentwicklung

Zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess gehört, dass die Ergebnisse aus der Evaluation bei der Weiterentwicklung und (Neu-)Ausrichtung der Ziele des Programms sowie einzelner Angebote und Maßnahmen berücksichtigt werden.

Hierfür werden die Rahmenbedingungen vom Steuerungsgremium festgelegt, die Umfang, Methodik, Indikatoren und zeitlichen Turnus der Evaluation bestimmen. Die erstellten Berichte der Evaluation legen die Ergebnisse dar und sollten bereits auf Verbesserungs- und Optimierungsbedarfe hinweisen. Das Steuerungsgremium nimmt diese Berichte als Grundlage für Entscheidungen bei der Weiterentwicklung des Programms, z.B. bei

  • der Entscheidung über die Fort- und Weiterbildung von Präventions- und Suchtbeauftragten oder Führungskräften,
  • der Aktualisierung des Programms und ggf. auch der Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung,
  • der Festlegung von Zielen für den nächsten Zeitraum,
  • dem Einsatz und der Verteilung von Ressourcen für das Betriebliche Suchtprogramm.

 

Standards der Qualitätssicherung

Die Autoren der „Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe“ legen in ihrer Arbeit die Standards der Qualitätssicherung dar.

Standards der Qualitätssicherung

Quelle: Wienemann, Elisabeth; Schumann, Günter (2011): Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Ein Leitfaden für die Praxis. S. 108 und 109 


Literaturempfehlungen

Wienemann, Elisabeth; Schumann, Günter (2011) 
Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): Ein Leitfaden für die Praxis 
2., aktualisierte und ergänzte Auflage
Hamm 2011
Online Verfügbar: Link zum PDF