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Betriebs-/ Dienstvereinbarung

Eine schriftliche Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung (BV/DV) schafft eine rechtsverbindliche Grundlage für das betriebliche Suchtprogramm. Die Unternehmens- bzw. Dienststellenleitung handelt die BV/DV mit der jeweiligen Personalvertretung aus.

 



 

Abschluss einer BV/DV

Durch eine Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung (BV/DV) kann ein eindeutiger rechtlicher Rahmen für das Betriebliche Suchtprogramm geschaffen werden. Sie wird von der Unternehmens- bzw. Geschäftsstellenleitung mit der jeweiligen Personalvertretung ausgehandelt und schriftlich festgehalten. 

Für die Erarbeitung und Vorbereitung einer BV/DV ist die Steuerungsgruppe / der Arbeitskreis Sucht zuständig. Voraussetzung für einen Entwurf ist, dass sich alle Parteien über die konkreten Ziele und den Rahmen des Programms abgestimmt haben.

Nach ihrer Verabschiedung sollte die Vereinbarung allen Beschäftigten und Führungskräften bekannt und zugänglich gemacht werden.

 

Verbindlichkeit

Die schriftliche Vereinbarung erhöht für alle Beteiligten die Verbindlichkeit des Suchtprogrammes. Um Rechtsgültigkeit zu schaffen, ist eine schriftliche Form der Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung zwingend erforderlich.

Die Betriebs-/Dienstvereinbarung ist an den Bedarf und die Bedingungen im Unternehmen anzupassen. Wenn Formulierungen aus Mustervorlagen übernommen werden, sollte geprüft werden, ob alle aktuellen rechtlichen und fachlichen Standards erfüllt sind.

 

Regelungsbereiche

Je nach den Bedingungen vor Ort sind unterschiedliche Regelungsbereiche einzubeziehen. Einige Regelungsbereiche müssen in einer BV/DV zwingend enthalten sein oder sollten aufgrund der sachlichen Notwendigkeit dringend vereinbart werden. Sie sind in der folgenden Übersicht kursiv dargestell:
Link zur Übersicht Regelunsbereiche von Betriebs-/ Dienstvereinbarungen

Quelle: Wienemann, Elisabeth; Schumann, Günter (2011): Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Ein Leitfaden für die Praxis. S. 102 bis 104

 

Musterbeispiele

In Veröffentlichungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen oder auch im Handbuch "Betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe" der IG Metall finden Sie Musterbeispiele für Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen:

Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): Ein Leitfaden für die Praxis
Anlage 1

Suchtprobleme am Arbeitsplatz: Eine Praxishilfe für Personalverantwortliche
S. 110ff

Betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe. Handbuch der IG Metall. 2. Auflage
S. 228ff
Über die Seite des Verlags können Sie das Muster aufrufen:
http://www.bund-verlag.de/shop/out/media/6175-Betriebliche_Suchtpraevention-Musterbetriebsvereinbarung.pdf 


Literaturempfehlungen

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (2015) 
Suchtprobleme am Arbeitsplatz: Eine Praxishilfe für Personalverantwortliche 
9., aktualisierte Auflage, Hamm, März 2015
Online Verfügbar: Link zum PDF

Rehwald, Rainer; Reineke, Gabi; Wienemann, Elisabeth; Zinke, Eva (2012)
Betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe. Handbuch der IG Metall
2. Auflage
Frankfurt am Main, 2012

Wienemann, Elisabeth; Schumann, Günter (2011) 
Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): Ein Leitfaden für die Praxis 
2., aktualisierte und ergänzte Auflage
Hamm 2011
Online Verfügbar: Link zum PDF